Die Generation Z: eine neue Generation von Geschäftsreisenden

Wer gehört zur „Generation Z“? Wie wollen sie arbeiten? Was bewegt sie in Sachen Business Travel? Und inwiefern beeinflussen sie damit die Geschäftsreisebranche?

Die Generation Z, oder einfach nur Gen Z, sind junge Menschen, die zwischen 1992 und 2010 geboren wurden. Auf den ersten Blick haben sie viel mit ihren Vorgängern der Gen Y gemeinsam; dennoch sind einige wichtige Unterschiede erkennbar. Die Gen Z sind die „Digital Natives“ und nicht nur realistischer, sondern auch unternehmerischer. Es handelt sich um die Generation, die sowohl mit einer finanziellen als auch mit einer sozialen Krise und mit dem Klimawandel heranwächst. Dies wirkt sich darauf aus, wie sie die Welt und die Arbeit sehen.

Arbeiten in Ihrem Unternehmen auch Mitarbeiter der Gen Z? BCD Travel hat eine Liste mit fünf Punkten zusammengestellt, die für die Schaffung einer Beziehung zu den jungen Geschäftsreisenden der Gen Z wichtig sind.

Bewusstsein ist der neueste Trend.

Sei es Bewusstsein über Geld, Gesundheit oder Umwelt. Die Gen Z weiß, was sie tut. Für sie lohnt sich eine Geschäftsreise nur, wenn der Mehrwert nicht über Chat, Skype oder FaceTime erzielt werden kann. Sie reisen weniger, sind selektiver und achten auf Dinge wie Umweltbelastung und persönliche Erfahrungen (denken Sie an Airbnb).

Video wird immer wichtiger.

Eine US-amerikanische Studie zeigt, dass sich die Gen Z doppelt so viele Videos auf einem mobilen Gerät ansieht wie ältere Generationen. Und 70 % dieser jungen Menschen beschäftigt sich mehr als zwei Stunden pro Tag mit Youtube. Sie sind im Zeitalter von Videogesprächen und -konferenzen aufgewachsen. Daher müssen diese wichtigen Tools Teil eines Geschäftsreiseprogramms sein.

Multitasking.

Die erste Generation echter digitaler Natives benutzt fünf unterschiedliche Bildschirme pro Tag: Smartphone, Tablet, Laptop, Smartwatch und Fernseher. Sie sind hyper-verbunden und erwarten dasselbe vom Rest der Welt. Auch von ihrem Travel Manager und Reiseberater.

8 Sekunden.

Im Jahr 2000 war die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von jungen Menschen 12 Sekunden. Heutzutage sind es nur noch 8 Sekunden. Es ist ausschlaggebend, ihre Aufmerksamkeit so schnell wie möglich mit relevanten und persönlichen Nachrichten zu gewinnen. Keine langen Einführungen. Der springende Punkt sollte ohne Umschweife angesprochen werden. Eine Benachrichtigung über einen verspäteten Flug? Die sollte etwa so aussehen: „Flug nach NY 2 Std. verspätet“. Das möchte der Reisende auf seinem Mobiltelefon oder seiner Smartwatch sehen. Nichts weiter; der Rest ist irrelevant.

Persönlicher Kontakt = Punkte gewinnen.

Die Gen Z ist im Zeitalter des Self-Service aufgewachsen. Sie kaufen fast alles online, wo sie Informationen schnell finden und vergleichen können. Dies bezieht sich auch auf Geschäftsreisen. Aber wenn sie komplexe Fragen zu einer Reise oder einem Problem haben, können Sie punkten, indem Sie ihnen so schnell wie möglich helfen (das heißt: innerhalb von Minuten), sei es über Facebook, Snapchat, WhatsApp, Chat oder einfach per Telefon.

In den vergangenen Jahren wurde viel über die Rolle des Reiseberaters in der Zukunft diskutiert. Dennoch verlassen sich viele Geschäftsreisende auf einen Reiseberater. Unter ihnen auch viele junge Menschen. Sie erkennen zunehmend, dass ein Experte signifikanten Mehrwert bieten kann, was sowohl zu Kosten- als auch zu Zeiteinsparungen und daher zu einer besseren Reiseerfahrung führen kann. Wenn wir mehr darüber erfahren, was die Bedürfnisse der Gen Z sind und wie die Reisebranche darauf reagieren kann, können wir die Zukunft gestalten.

(Quelle: moveonline, November 2016)