Immer mehr Verbraucherbeschwerden über Online-Reiseportale

EU-weit sorgen Online-Reiseportale für Unmut bei Verbrauchern. Deshalb haben europäische Verbraucherschutzbehörden entsprechende Untersuchungen angestellt. Ergebnisse und Lösungsansätze finden Sie hier.

Nach Angaben der Europäischen Verbraucherzentren verursachen Online-Reisedienstleistungen mittlerweile die häufigsten Verbraucherbeschwerden. Die Europäische Kommission und die Verbraucherschutzbehörden haben 352 Preisvergleichs- und Reisebuchungsportale in der gesamten EU untersucht und dabei eine Reihe von Unregelmäßigkeiten festgestellt, vor allem bezüglich der Art und Weise, wie Preise berechnet und dargestellt werden. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern die richtigen Tools an die Hand geben, um Frustration der Geschäftsreisenden zu vermeiden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung auf einen Blick:

• In einem Drittel der Fälle entspricht der Preis, der zuerst angezeigt wird, nicht dem Endpreis.

• In fast einem Drittel der Fälle war der Gesamtpreis oder die Art und Weise seiner Berechnung nicht klar.

• In einem von vier Fällen wurde nicht darauf hingewiesen, dass Aussagen über knappe Verfügbarkeiten sich strikt auf die eigene Website bezogen.

• In einem Fünftel der Fälle waren angezeigte Sonderangebote nicht wirklich verfügbar.

Die Verbraucherschutzbehörden haben die Betreiber der betroffenen Portale aufgefordert, diese Probleme zu beheben, ihre Praktiken mit dem EU-Verbraucherrecht in Einklang zu bringen und somit volle Transparenz bei den Preisen zu gewährleisten. Auch viele Geschäftsreisende nutzen Online-Buchungsportale und buchen ihr Hotel direkt. Sie möchten freie Entscheidungen treffen und auf eine Vielzahl von stets verfügbaren Inhalten und Informationen zugreifen können. Unternehmen sind daher gut beraten, ihren reisenden Mitarbeitern die richtigen Tools an die Hand zu geben, um Frustration zu vermeiden und sie in das Geschäftsreiseprogramms einzubinden. Hotelbuchungen außerhalb des Reiseprogramms sind für Unternehmen riskant. Wird ein geringeres Hotelvolumen gebucht, wirkt sich das auch auf die Verhandlungsposition gegenüber den bevorzugten Partnern aus. Wenn Flug- und Hotelbuchungen nicht über dasselbe Programm laufen, wird es außerdem schwieriger, Reisenden bei Problemen zu helfen.

(Quelle: moveonline, Mai 2017)